Sport und Diabetes

By | April 21, 2018

Sport und Diabetes: Diese Gründe sprechen dafür

Die Diagnose Diabetes wirft bei Betroffenen meist den Alltag gehörig aus den Fugen. Ständig muss der Blutzuckerspiegel im Blick behalten werden und Patienten haben mit vielen Ängsten und Fragen zu kämpfen. Auf was muss bei der Ernährung geachtet werden? Wie hilfreich ist Sport bei Diabetes? Die Antwort auf letztere Frage finden Sie in diesem Artikel.

Die Vorteile von Sport bei Diabetes

Sport ist nicht nur für Diabetiker, sondern für alle Menschen wichtig. Studien weisen allerdings darauf hin, dass besonders Menschen mit Diabetes von regelmäßiger Bewegung profitieren. Aber eines nach dem anderen: Als Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt, bezeichnen Mediziner eine Stoffwechselerkrankung, bei der Betroffene an zu hohen Blutzuckerwerten leiden. Dabei werden zwei verschiedene Typen von Diabetes unterschieden:

Der Typ 1 Diabetiker: Ursache des Diabetes Typ 1 ist in den meisten Fällen eine Fehlreaktion des Immunsystems. Diese Form zeigt sich bei vielen Betroffenen bereits im Kindesalter.

Der Typ 2 Diabetiker: Im Gegensatz zum Typ 1 Diabetes, entwickelt sich Diabetes Typ 2 meist im höheren Alter und ist häufig auf einen ungesunden Lebensstil (Übergewicht, mangelnde Bewegung) zurückzuführen.

Somit wird bereits klar, dass Sport bei der Vorbeugung von Diabetes Typ 2 eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus senkt Sport auf natürliche Weise den Blutzuckerspiegel. Denn wenn die Muskeln arbeiten, benötigen sie mehr Energie. Die Muskelzellen nehmen daher Zucker (Glukose) aus dem Blutkreislauf auf. Die Folge: Die Konzentration im Blut nimmt ab.

Durch regelmäßige sportliche Bewegung – so die Ansicht von Medizinern – können Patienten mit Diabetes Typ 2 unter Umständen weniger Medikamente benötigen. Aber auch Diabetiker mit Typ 1 sollten sportlich aktiv werden, denn regelmäßige Bewegung reduziert das Risiko von Diabetes-Folgen wie Gefäßverkalkungen oder Herzinfarkten.

Werte im Blick: Darauf müssen Diabetiker achten

Wasser trinken und Tablette einnehmen

Mineralwasser trinken oder Magnesium Tabletten einnehmen

Eine spezielle Ernährung ist für Menschen mit Diabetes, die Sport treiben, nicht zwingend notwendig. Jedoch konnte bei vielen Diabetikern Typ 2 ein niedriger Magnesiumspiegel nachgewiesen werden. Magnesiummangel begünstigt einerseits die Entstehung von Diabetes und kann bei bestehendem Diabetes nicht nur zu schlechteren Zuckerwerten und den gefürchteten Folgeschäden an Herz und Blutgefässen führen, sondern kann sogar die im Grunde durchaus mögliche Heilung der Krankheit verhindern.

Dieser Nährstoff ist hingegen wichtig, um das Ansprechen der Zellen auf Insulin (wichtiges Hormon für den Stoffwechsel) zu erhöhen und schmerzhafte Wadenkrämpfe beim Sport zu vermeiden.

Für eine ausreichende Versorgung eignen sich beispielsweise Magnesium-Tabletten ohne Zucker  oder Sie greifen als Durstlöscher zu magnesiumreichen Mineralwasser.

Durch das Training kann der Blutzuckerspiegel schnell abfallen, weshalb Diabetiker am besten vor, während und nach dem Training ihre Werte messen sollten. Vor dem Start empfiehlt es sich deshalb, dass Sie Ihren Blutzuckerspiegel zum Beispiel durch Aufnahme von Kohlenhydraten leicht erhöhen.

Aber Vorsicht: Eine zu starke Erhöhung kann ebenfalls gefährlich sein. Am besten Sie lassen sich diesbezüglich von Ihrem Arzt beraten. Er kann Ihnen zeigen, wie Sie den Blutzucker richtig „einstellen“.

Tipps für Sport-Anfänger mit Diabetes

Haben Sie die Vorteile von Sport bei Diabetes überzeugt? Das ist gut! Sportanfänger sollten jedoch langsam mit dem Training beginnen und folgende Tipps berücksichtigen:

  • Lassen Sie sich vor dem Sportbeginn beim Arzt durchchecken. Er kann Sie bezüglich Sportintensität, Anpassung der Medikamente oder Insulin beraten.
  • Führen Sie ein Sporttagebuch, indem Sie Ihre Blutzuckerwerte beim Training eintragen können.
  • Kürzere aber dafür regelmäßig Sportübungen sind für Menschen mit Diabetes besser geeignet als sehr lange und intensive Trainingseinheiten.
  • Nehmen Sie immer ein Stückchen Traubenzucker oder ein zuckerhaltiges Getränk mit zum Sport, um im Falle einer Unterzuckerung gerüstet zu sein.

Für welche Sportart Sie sich letztendlich entscheiden, ist dabei alleine Ihnen überlassen. Und auch kleinere Bewegungen im Alltag erfüllen ihren Zweck. Nehmen Sie doch einfach mal öfter die Treppe statt den Aufzug oder steigen Sie eine Bushaltestelle vorher aus und gehen Sie den restlichen Weg zu Fuß.

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