Blutzucker im Griff: Herz-Kreislauf-System nachhaltig schützen

By | Mai 28, 2018

Hoher Blutzucker: So beugen Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor

Hoher Blutzucker, wie er zum Beispiel bei Typ-2-Diabetes (im Volksmund auch als Altersdiabetes bekannt) auftritt, wirkt sich auf den gesamten Körper aus. Betroffene können die Glucose im Blut durch einen Mangel des Hormons Insulin nicht richtig verarbeiten. Dadurch verändert sich Beschaffenheit des Blutes und das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Störung zu erkranken, steigt. Die eigenen Blutzuckerwerte sollte man daher stets im Auge zu behalten, um möglichen Erkrankungen vorzubeugen.

So wirkt sich konstant hoher Blutzucker auf den Herz-Kreislauf aus

Zu hoher Blutzucker kann zu Herz-Kreislauf-Krankheiten führenViele Herz-Kreislauf Ratgeber verweisen auf einen direkten Zusammenhang zwischen erhöhtem Blutzucker und dem Herz-Kreislauf-System. Aber wie kommt das zustande?

Die Erklärung liegt in der Veränderung der Beschaffenheit des Blutes durch den Zuckerwert. Ist dieser über einen längeren Zeitraum hinweg zu hoch, können die Gefäßwände Schaden nehmen und es kommt zu Ablagerungen. Diese werden auch als Arteriosklerose oder Arterienverkalkung bezeichnet und schränken die Durchblutung ein.

Gleichzeitig nimmt ein dauerhaft hoher Blutzucker Einfluss auf die Blutplättchen, die auch als Thrombozyten bezeichnet werden. Das Blut gerinnt schneller und die Auflösung kleiner Gerinnsel (Fibrinolyse) wird gestört. Dadurch verändert sich die Konsistenz des Blutes: Es wird zähflüssiger und klebriger. Das Risiko einer Gefäßverstopfung ist durch die Ablagerungen und das zu Gerinnseln neigende Blut besonders hoch.

Es kann zu Durchblutungsstörungen kommen, die wiederum einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auslösen können.

Ein hoher Blutzucker äußert sich nicht sofort und bleibt so für lange Zeit unentdeckt. Wenn sich eindeutige Symptome zeigen, ist es oft schon zu spät. Für Herz und Kreislauf ist es daher wichtig, die eigenen Blutzuckerwerte im Auge zu behalten. Auch Nicht-Diabetiker sollten ihre Werte regelmäßig testen lassen.

Blutzucker richtig messen und deuten

Der Blutzucker kann mit zwei unterschiedlichen Methoden gemessen werden. Während der Kurzzeitwert täglich gemessen wird, wird der Langzeitwert in regelmäßigen Abständen von acht bis zwölf Wochen kontrolliert. Ein Test kann zum Beispiel in einer Apotheke erfolgen. Aber Vorsicht bei der Auswertung: Das Ergebnis ist davon abhängig, wann die letzte Mahlzeit eingenommen wurde und was gegessen wurde. Es bietet sich daher an, einen Apotheker bei der Interpretation der Werte um Hilfe zu bitten.

Als normal gelten für einen gesunden Menschen die Kurzzeitwerte:

nüchtern: 60-100 mg/dl oder 3,3-5,5 mmol/l
nach einer Mahlzeit: 90-140 mg/dl oder 5,0-7,8 mmol/l

Geringere Werte deuten auf Unterzucker hin, während das Blut ab einem Wert von etwa 160 mg/dl bereits deutlich überzuckert ist. Bei einer Überschreitung der 200 mg/dl-Marke sollte in jedem Fall die Meinung eines Arztes eingeholt werden. Liegen noch weitere typische Symptome vor, kann es sich möglicherweise um eine Diabetes-Erkrankung handeln.

Tipps: Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig vorbeugen

Ein hoher Blutzucker begünstigt Störungen des Herz-Kreislauf-Systems und kann langfristig sogar zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Um das zu vermeiden, sollte der eigene Wert immer gut im Auge behalten werden. Stress, zu wenig Bewegung und ungesunde Ernährung führen bei vielen Menschen zu Übergewicht und damit auch zu einem hohen Blutzucker.

Diese Tipps können helfen, den Blutzucker wieder zu senken:
Eine ausgewogene und gesunde Ernährung zählt zum Pflichtprogramm im Kampf gegen den hohen Blutzucker. Stark fettreiche Mahlzeiten ebenso vermieden werden, wie zuckerhaltige Getränke. Bestimmte Lebensmittel sind hingegen sogar für ihre blutzuckersenkende Wirkung bekannt.

Dazu zählen unter anderem Flohsamenschalenpulver, Grapefruits und Heidelbeeren. Auch Freunde der schärferen Küche werden sich freuen:

Ingwer, Chilis, Knoblauch und Zwiebeln sollen ebenfalls gegen hohen Blutzucker helfen.

Zu viel Stress kann die Produktion von Cortisol anregen. Das Hormon wirkt sich wiederum auf den Blutzuckerspiegel aus und sorgt dafür, dass er in die Höhe schnellt. Um stets entspannt zu bleiben, sollte vor allem genug geschlafen werden. Auch Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training können als Ausgleich helfen.

Zu guter Letzt sollte auch auf das eigene Gewicht und ausreichende Bewegung geachtet werden. Wer sich kaum bewegt und sich ungesund ernährt, hat oft mit Übergewicht zu kämpfen und ist anfälliger für Typ-2-Diabetes. Etwa 30 Minuten am Tag reichen schon aus, um dem vorzubeugen. Durch Ausdauersport, wie Rad fahren, Schwimmen oder Joggen, können nicht nur Kalorien verbrannt werden, sondern auch das Herz-Kreislauf-System und die Lunge gestärkt werden.

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